Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik

Über Uns

Das Leitbild und Profil

Leitbild

Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth ist die einzige Hochschule in Bayern, die in kirchlicher Trägerschaft und staatlicher Anerkennung evangelische Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen für Bayern, den Bereich der EKD und darüber hinaus ausbildet. Durch die Vernetzung mit dem kulturellen und kirchlichen Leben unserer Region in der Mitte Europas erfahren unsere Studierenden Kultur als ein offenes Handlungsfeld künstlerischer, pädagogischer, religiöser und wissenschaftlicher Aktivitäten. Wir bilden junge Persönlichkeiten aus mit dem Ziel, sie zu herausragender fachlicher Kompetenz, einem breiten Bildungshorizont und einem hohen Grad an Individualität und Kreativität für ihren späteren kirchlichen Auftrag und ihre musikalischen und musikpädagogischen Aufgaben zu führen. Dabei bemühen wir uns, durch fachübergreifendes sowie fächerverbindendes Arbeiten und die Durchführung gemeinsamer Projekte Kräfte zu bündeln und ganzheitliches Denken und Handeln zu fördern.

Wir setzen uns mit den sich verändernden künstlerischen, medialen, gemeindlichen und gesellschaftlichen Anforderungen auseinander. Daher entwickeln wir auf hohem Niveau profilierte künstlerische und pädagogische Studiengänge und Fortbildungsangebote, die auf sich verändernde Berufsbilder eingehen. Unsere Absolventen und Absolventinnen sollen fähig sein, sich im Spannungsfeld eigenen künstlerisch-pädagogischen Anspruchs und der vielfältigen Erwartungen der Berufspraxis zu bewähren und dabei individuelle Wege zu finden und zu gehen.

Respekt und gegenseitige Toleranz, Offenheit und künstlerische Neugier sind uns Anspruch für die eigene Arbeit und Lernziel des Studiums. In dem gemeinsamen Willen und der gemeinsamen Verantwortung aller Hochschulmitglieder zur Verwirklichung dieser Ziele drückt sich die Zukunftsfähigkeit der Hochschule für evangelische Kirchenmusik als einer vielseitig profilierten künstlerischen und kirchlichen Bildungseinrichtung im deutschsprachigen Raum aus.

Profil

Die Ausbildung an der Hochschule orientiert sich unter Wahrung der traditionellen Ausbildungswerte an den sich verändernden Bedingungen des kirchenmusikalischen Berufsbildes und ist gekennzeichnet durch eine besondere Gemeinde- und Praxisnähe sowie eine besondere pädagogische Komponente. Nur an der Bayreuther Hochschule existiert eine Professur für Kirchenmusikpädagogik, die Prof. Dr. Siegried Macht innehat. In der Ausbildung werden besondere Schwerpunkte gesetzt, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Einer der Schwerpunkte ist die Kinderchorarbeit. Unter der Leitung von Gerti Richter singen derzeit 108 Kinder in drei Chorgruppen und bieten damit die Möglichkeit, das Fach Kinderchorleitung bzw. Musikalische Früherziehung und Grundausbildung praxisnah mit seinen Besonderheiten wie pädagogische Grundlagen, Rhythmik, Orff-Instrumentarium, Elternarbeit, Chorfreizeiten, Advents- und Weihnachtssingen, große szenische Kinderchoraufführungen mitzuerleben und zu erlernen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Popularmusik. Bayreuth war 1995 die erste kirchenmusikalische Institution, die dieses Fach einrichtete. Neben einer möglichen Schwerpunktsetzung im Bachelorstudiengang Kirchenmusik kann es heute postgradual als Studienrichtung im Masterstudiengang "Musikleitung" studiert werden. Darüber hinaus stellt der Wahlpflichtbereich ein umfangreiches Angebot an popularmusikalischen Fächern zur Verfügung.

Ein dritter Schwerpunkt mit der praxisnahen Zielrichtung findet sich im Fach Chorleitung. Der Studio-/ Kammerchor, der im Rahmen von Gottesdiensten, Konzerten und auch Konzertreisen an die Öffentlichkeit tritt,  steht den Studierenden für Probenarbeit ebenso wie ein freiwilliger Übungschor zur Verfügung. Im Rahmen von Chortagen und Orchesterseminaren bei der Vogtland-Philharmonie und den Hofer Symphonikern haben die Studierenden die Möglichkeit, wichtige Anregungen über das eigene Studieren hinaus zu erhalten und gewinnen wertvolle Einblicke in die musikalische Praxis.

Die Geschichte

der Hochschule für evangelische Kirchenmusik

1921 gründete Dr. Heinrich Schmidt in Bayreuth eine Privatorganistenschule, die 1935 unter Dr. Heinrich Weber nach Erlangen umzog und 1939 von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern als „landeskirchliche Organistenkurse“ in landeskirchliche Trägerschaft übernommen wurde.

1948 wurde die „Kirchenmusikschule der Evang.-Luth." Kirche in Erlangen gegründet und zog im Jahre 1953 nach Bayreuth um. Es wurde ein speziell für die Zwecke der Kirchenmusikschule konzipiertes Gebäude errichtet, das gezielt für die Ausbildung von hauptberuflichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und die damit verbundenen räumlichen Anforderungen erbaut wurde. Die Leitung der Kirchenmusikschule lag in den Händen der Kirchenmusikdirektoren Günter Lamprecht, Dr. Friedrich Kalb und Ernst Kelber.

1973 folgte die Statusanhebung zur „Staatlich anerkannten Fachakademie. Direktoren waren die Kirchenmusikdirektoren Helmut Scheller, Prof. Viktor Lukas, Hans Schmidt-Mannheim und Thomas Rothert.

Im Jahre 2000 wurde durch die Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern die heutige staatlich anerkannte Hochschule für evang. Kirchenmusik als Nachfolgeinstitut neu gegründet. Gründungsrektor und dann gewählter Rektor war bis zum Jahre 2011 Prof. Karl Rathgeber, zu seinem Nachfolger wurde im Juli 2011 Prof. Thomas Albus durch den Senat der Hochschule gewählt.

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